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Krampfadern / Besenreiser

krampfadern

Sklerosierungen (Veröden) von Krampfadern/Besenreiser

Wir unterscheiden vereinfacht gesprochen bei den Worten Krampfader und Besenreiser die Größe der Vene und die medizinische Bedeutung für den Körper.

Eine Krampfader ist eine erweiterte („ausgeleierte“) Vene am Bein, bei der die Venenklappen nicht mehr funktionieren und dadurch das verbrauchte Blut nicht mehr gut zum Herzen zurücktransportiert werden kann. Dies kann zu verschiedenen Problemen führen: Anfänglich schwere und geschwollene Beine, später Verfärbungen und Verhärtungen der Haut am Unterschenkel, bis hin zum offenen Bein (Ulcus cruris venosum). Eine Krampfader ist auf jeden Fall behandlungsbedürftig. Je nach Ausprägung operativ und/oder konservativ mittels Kompressionstherapie. Eine klassische Verödungsbehandlung ist nur bei geringer Ausprägung ohne Stammvenenbeteiligung möglich und sinnvoll.

Bei den Besenreisern handelt es sich um ganz oberflächlich liegende blau-dunkelrote Geflechte kleinster Venen, die aber ein rein kosmetisches Problem ohne krankhafte Bedeutung für den Blutfluss im Bein darstellen. Eine Behandlung von Besenreisern ist daher nicht Leistung der Krankenkasse. Lasertherapien wurden immer wieder propagiert und versucht, haben sich aber nicht erfolgreich durchgesetzt.

Therapie der Wahl ist nach wie vor das klassische Veröden (= Sklerosieren).
Eine Sklerosierungsbehandlung bedeutet, dass man versucht durch das Einspritzen einer Verödungsflüssigkeit – in der Regel Äthoxysklerol® 0,5% – 1% – und einer anschließenden Kompression der Stelle für 3 Tage, die Minivene zu verkleben, so dass sie optisch und funktionell „verschwunden“ ist. Oft braucht es mehrere Sitzungen und auch einige Zeit zum Abheilen nach den jeweiligen Sitzungen, bis sich ein zufriedenstellendes Ergebnis einstellt. Garantien für einen Behandlungserfolg gibt es, wie so oft, auch hier nicht und es schützt natürlich auch nicht vor der Entstehung neuer Besenreiser.

Aber es ist eine nebenwirkungsarme und bis auf das Pieksen und gelegentliches Brennen an der Einstichstelle schmerzarme Therapie, die beliebig oft wiederholt werden kann und auch bis ins hohe Alter durchführbar ist. Einen oder mehrere Versuche ist es wert! Eine intensive UV-Bestrahlung sollte vor und nach der Therapie unbedingt vermieden werden, da sonst die Bildung von unerwünschten dunklen Pigmentflecken – eine lästige mögliche Nebenwirkung – gefördert werden könnte.


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