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Hautkrebs

hautkrebs

Entfernung von Hautkrebs

Die Behandlung von Patienten mit Hautkrebs ist ein selbstverständlicher und relativ großer Anteil unserer täglichen Praxisarbeit. Oft gehört und vielleicht doch noch nie so richtig verstanden: Hautkrebs nimmt zu! – Was heißt das eigentlich? Damit sind die drei häufigsten und bekanntesten Hautkrebsformen gemeint:

  1. der sogenannte helle Hautkrebs mit 2 Formen: das Basaliom (Basalzellkrebs) und das Plattenepithelkarzinom (Spinaliom)
  2. der schwarze Hautkrebs (malignes Melanom)

BASALIOM
Basaliome sind Hautneubildungen, die gehäuft in deutlich sonnengeschädigter Haut und oft erst ab einem gewissen Alter auftauchen. Basaliome vor dem 40. Lebensjahr sind selten. An der Stelle, an der sie wachsen, wachsen sie langsam und stetig und zerstören das dort liegende Gewebe, so dass sie je nach Lokalisation große Schäden anrichten können wie z.B. an der Nase. Aber diese Hautkrebsform setzt in aller Regel keine Tochtergeschwülste, wie man es sonst bei Krebserkrankungen kennt, so dass man das Basaliom auch als halbbösartig = semimaligne einstuft. Die Therapie ist das vollständige schnittrandkontrollierte Herausschneiden des Tumors. Oft kann dies ambulant in örtlicher Betäubung in nur wenigen Minuten bei uns in der Praxis gemacht werden. Bei größeren Tumoren oder an kosmetisch schwierigen Stellen kann es sinnvoll sein, den Eingriff in einer Klinik für Dermatologie oder plastische Chirurgie durchführen zu lassen. Für oberflächlich wachsende Basaliome kann auch die Therapie mit einer immunmodulierenden Creme (Wirkstoff: Imiquimod) eine Therapieoption sein. Wir werden Sie ausführlich über die für Sie beste Therapieform beraten. Nach der vollständigen Entfernung ist man zunächst geheilt – es bleibt aber ein erhöhtes Risiko wieder einmal ein Basaliom zu bekommen.

PLATTENEPITHELKARZINOM

Der verhornte Hautkrebs ist ein Tumor des höheren Lebensalters, wächst an UV-geschädigten Stellen, zum Glück meist sehr langsam und setzt erst spät Tochtergeschwülste. Der Tumor kann in den meisten Fällen frühzeitig erkannt und operativ komplett entfernt werden. Dies ist oft ambulant in örtlicher Betäubung bei uns in der Praxis möglich.  Eines der Hauptprobleme ist die bei dem jeweiligen Patienten insgesamt lichtgeschädigte Haut und damit ein deutlich erhöhtes Risiko weitere Tumore zu entwickeln.

MELANOM
Das maligne Melanom ist der bösartigste Hauttumor und er wird immer häufiger. Jedes Lebensalter ab der Jugend kann betroffen sein – Melanome im Kindesalter sind zum Glück Raritäten. Gehäuft betroffen ist der helle Hauttyp (rothaarig, blond…)  und Sonnenbrände in der Kindheit scheinen ein Risikofaktor zu sein. Manchmal tauchen Melanome auch gehäuft in einer Familie auf.
Die Gefährlichkeit des Melanoms ist abhängig von der Tumordicke. Dünne, frühe Melanome (Level 1 und Level 2) können so gut wie nie streuen. Das Risiko wächst mit zunehmendem Dickenwachstum. Bei Tumoren mit erhöhtem Risiko – ab 1mm Tumordicke – wird empfohlen den nächstgelegenen Abflusslymphknoten herausnehmen und untersuchen zu lassen und evt. eine Immuntherapie mit Interferon alpha 2a im Anschluss über mindestens 18 Monate zu geben.
Die wichtigste Therapie ist die möglichst sofortige vollständige operative Entfernung des verdächtigen Flecks und nach Erhalt des Untersuchungsergebnisses ggf. Erweiterung des Sicherheitsabstandes (Nachschneiden). Oft kann das problemlos ambulant in örtlicher Betäubung bei uns in der Praxis erfolgen.
Das einzig Gute, was man zum Melanom sagen kann, ist: früh erkannt (und entfernt) – Gefahr gebannt! Da dies die einzige sichere Chance im Kampf gegen den schwarzen Hautkrebs bietet, empfehlen wir: Mindestens 1x im Jahr Hautkrebsvorsorgen und wenn ein Fleck verdächtig ist: raus damit!